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Petition: Zeigen Sie #Automachos klare Kante. Sorgen Sie für faire und sichere Verhältnisse!

https://www.change.org/p/zeigen-sie-automachos-klare-kante-spdberlin-gruene-berlin-sorgen-sie-f%C3%BCr-faire-und-sichere-verh%C3%A4ltnisse

Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister Müller,
sehr geehrter Herr Fraktionsvorsitzender der SPD Saleh, sehr geehrter Herr Senator Geisel, sehr geehrter Herr Senator Behrendt,

als Frauen auf dem Fahrrad erleben wir immer wieder aggressive Konfrontationen mit Autofahrern, ja manchmal auch straßenkampfähnliche Szenen. „Schlampe“, „Hure“, „F*** dich!“ – die Zurufe und Beleidigungen sind herabwürdigend und oft sexistisch. Als Frauen haben wir es uns angewöhnt, lieber mal wegzuhören. Aber es hilft nichts, die Aggressivität und der unterschwellige Sexismus müssen thematisiert werden, denn auf dem Fahrrad haben wir keinen Schutz und wenig Möglichkeit, uns zu verteidigen.

Es ist ein Kampf mit unfairen Mitteln – um die Pole Position an der Ampel, um die Vorfahrt und um den Platz auf der Straße. Es wird geschimpft, beleidigt und genötigt. Ein passender Name für die Täter: Automachos. Sie schüren Aggressivität im Straßenverkehr und beschwören einen Kampf um das Recht des Stärkeren herauf, in dem es nur Verlierer geben kann.

Automachos – eine radikale Minderheit der Autofahrer mit großem Einfluss. Hinter dem Steuer werden Aggressionen hingenommen, die am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit niemand mehr akzeptieren würde. Jahrzehntelang hat die Politik den Automacho geschont und stillschweigend akzeptiert. Geprägt hat das den Typ Mann, der das Auto als Machtmaschine begreift, der die Straßen nicht mit anderen teilt. Erst recht nicht mit Radfahrerinnen.

Sie sind für Berlin politisch verantwortlich. Wir fordern Sie daher auf: Schaffen Sie faire Verhältnisse im Verkehr! Teilen Sie den Straßenraum für alle Verkehrsarten gerecht auf, schaffen Sie geschützte Radwege und zeigen Sie gegenüber den Automachos klare Kante. Straßen müssen sichere Orte für alle sein. Aufgabe der Politik ist es, dafür zu sorgen!

Der Volksentscheid Fahrrad mit seinen mehr als 100.000 Unterstützern und Unterstützerinnen kämpft in Berlin seit vielen Monaten stellvertretend für ganz Deutschland für die Verkehrswende und mehr Sicherheit und Fairness. Gemeinsam haben wir Deutschlands erstes Radgesetz auf den Weg gebracht.
Jetzt kommt es auf Sie in der Politik an: Beziehen Sie Stellung zur schnellstmöglichen Verabschiedung des Radgesetzes. Zeigen Sie, dass von nun an ein Wind weht, der Automachos nicht weiter toleriert.

Ihre Erstunterzeichnerinnen vom Volksentscheid Fahrrad,

Kerstin Stark, Johanna Dickershoff, Rabea Seibert, Katja Täubert, Alexandra Mayer, Christine Schröter, Marion Tiemann, Yvonne Hagenbach, Melissa Gomez, Lena Osswald, Henriette Maye, Varenka Halbig, Gaia Reiner und Katharina Erben

P.S.:  Unterzeichne bitte diese Petition, damit wir gemeinsam den #Automachos Kante zeigen können. Bitte maile Deine Freundinnen und Freunde und Bekannten an, bitte sie, ebenfalls mitzuunterzeichen. Bitte verbreite die Petition über Facebook und Twitter. Nutze jede Gelegenheit, mit anderen zu diskutieren und nach ihren Eindrücken zu fragen. Auch wenn sich diese Petition an Politiker in Berlin richtet, gibt es dieses Problem überall in DeutschlandDeshalb schreiben wir unsere wichtigsten SPD-Männer an, um sie für das gemeinsame Anliegen zu gewinnen: Weniger aggressiv und beleidigend gegeneinander, mehr Miteinander auf der Straße. Und falls Du als Mann zwar noch nicht als Schlampe beschimpft worden bist, das aggressive Verhalten von Automachos aber auch kennst,  darfst auch Du klar Stellung beziehen: Bitte unterzeichne auch Du mit.

Auf www.volksentscheid-fahrrad.de/de/Automacho haben wir Fakten, Links und Artikel zum Thema zusammengestellt- schau einfach mal rein. Und twittere gerne unter #Automacho zum Thema.

 

Diese Petition wird versendet an:

  • Regierender Bürgermeister von Berlin, Spitzenkandidat der Berliner Abgeordnetenhauswahl 2016
    Michael Müller
  • Raed Saleh
  • Andreas Geisel

Sexuelle Belästigungen verhindern: (Selbst-)Verteidigungskurse für Mädchen

https://www.change.org/p/sexuelle-bel%C3%A4stigungen-verhindern-selbst-verteidigungskurse-f%C3%BCr-m%C3%A4dchen

Nach Donald Trumps Skandalvideo aus 2005 hat die Autorin Kelly Oxford Frauen auf Twitter dazu aufgefordert, unter #notokay von ihren ersten Erfahrungen sexueller Belästigung zu erzählen. Das Ergebnis hat mich schockiert. Viele Frauen werden täglich begrabscht, belästigt und schlimmeres. Das reicht von gierigem Starren in der Bahn bis hin zur Vergewaltigung. Viele dieser Frauen schreiben auch, dass dies das erste Mal sei, dass sie jemandem davon erzählen und es ihnen bis dato normal vorgekommen sei. Und das darf einfach kein Standard sein!

Um das Problem zu lösen, ist ein Umdenken nötig. Ich glaube, dass der einzige Weg dahin über die Schule führt. Ich fordere das Kultusministerium auf:

  • Für Mädchen in bayrischen Schulen ein Jahr lang den regulären Sportunterricht durch Selbstverteidigungskurse zu ersetzen. Commando Krav Maga eignet dich dafür ganz gut, vielleicht gibt es auch noch bessere Möglichkeiten. Das muss machbar sein, denn dass man einen Ball richtig wirft kann nicht so wichtig sein wie der eigene Schutz. Dass bei dieser Idee beim potenziellen Opfer angesetzt wird, ist zwar nicht ideal, aber möglicherweise bewahrt es viele junge Mädchen vor schlimmen Erfahrungen.
  • Gemeinsamer Unterricht zum Thema Geschlechterrollen, Sexismus und gegenseitigem Respekt der Geschlechter. Dabei muss klar gemacht werden, was ein sexueller Übergriff für Folgen hat und warum Grabschen kein Kompliment ist – und auch, dass Sexismus durchaus in beide Richtungen gehen kann.

Dieser Unterricht sollte idealerweise bereits in jungen Jahren angesetzt werden. Unter #notokay haben sich viele zu Wort gemeldet, die zum Zeitpunkt der Belästigung erst elf Jahre alt waren und teilweise noch jünger.

Ich bin eine junge Frau und fahre jeden Tag mit der S-Bahn. Fast täglich bin ich mit einem Mann im Abteil, der mich von oben bis unten anstarrt und angrinst. Manche rücken mir dabei ganz schön auf die Pelle. Das führt dazu, dass ich immer weite Sachen trage und mich abseits halte.

Ich möchte Sie bitten, das Thema ernst zu nehmen, sich gegen sexuelle Belästigungen einzusetzen und damit ein Zeichen zu setzen.

Diese Petition wird versendet an:

  • Dr. Ludwig Spaenle