http://www.spektrum.de/kolumne/der-verbrennungsmotor-wird-noch-gebraucht/1484369
![]()
(Ausschnitt)
Weg von fossilen Energieträgern und hin zu einem emissionsneutralen Straßenverkehr – darüber sollte man schon nachdenken. Deshalb fordern die Grünen ein Verbrennungsmotoren-Verbot bei Neuwagen ab dem Jahr 2030. Die Partei sagt, der Verbrennungsmotor sei im Kern eine Technik aus dem 19. Jahrhundert. Das stimmt … und?
Der lange Einsatz dieser Technologie bedeutet doch auch, dass inzwischen unzählige Ingenieursjahre an Erfahrung gewonnen wurden. Zudem existiert eine gewaltige Infrastruktur rund um den Verbrennungsmotor und seine millionenfache Nutzung. Warum sollte man das alles wegwerfen, statt es zum Vorteil von Umwelt und Menschen einzusetzen?
Die Tatsache, dass ein Fahrzeug von einem Motor angetrieben wird, in dem eine exotherme chemische Reaktion zwischen Sauerstoff und einem Treibstoff stattfindet, ist doch nicht von vornherein verwerflich. Problematisch ist vielmehr die Tatsache, dass in großen Mengen Kohlendioxid freigesetzt wird, das aus fossilen Kohlenwasserstoffen entsteht. Problematisch sind auch Partikelemissionen sowie Stickoxide und andere Schadstoffe, die im Verbrennungsprozess anfallen. Diese lassen sich aber durch geeignete Techniken und Wahl des Treibstoffs erheblich reduzieren.
Verbrennen – aber etwas anderes!
Wenn nun der Treibstoff synthetisch hergestellt und nicht aus fossilen Lagerstätten gewonnen wird, dann könnte der Gesamtprozess – von der Treibstoffherstellung bis zum Fahren des Fahrzeug mit Verbrennungsmotor – CO2-neutral sowie generell emissionsarm gestaltet werden. Das ist doch genau, was wir wollen, oder nicht? Der Verbrennungsmotor selbst und das Fahrzeug, in dem er eingebaut ist, ist da noch das geringste Problem. Ein Drucktank für CNG und einige Modifikationen in der Motorhardware und -elektronik, das war’s schon.
alles lesen …
http://www.spektrum.de/kolumne/der-verbrennungsmotor-wird-noch-gebraucht/1484369