| Das Engagement der Malser BürgerInnen hat viele weitere Menschen motiviert: Benedikt Vierneisl ist einer von ihnen. Im Januar versammelte der Gärtner VertreterInnen aus Umweltschutz, Kommunalpolitik und Bio-Landwirtschaft in Miltenberg. Hier, wo Bayern, Hessen und Baden-Württemberg zusammentreffen, riefen sie das „Aktionsbündnis Giftfrei im Dreiländereck“ ins Leben. Unser Referent für Agrarpolitik berichtete auf dem Gründungstreffen, wie es Mals gelungen ist, Pestizide zu verbannen.
Und auch in Italien wächst der Widerstand gegen Pestizide. Am vergangenen Sonntag fand in Südtirol, im Trentino und in Venetien ein Aktionstag gegen die Gifte statt. Alleine im venetianischen Dorf Follina gingen rund 4.000 Menschen auf die Straße. Aus ihrer Umgebung kommt der Prosecco und die AnwohnerInnen leiden unter den häufigen Spritzungen im intensiven Weinbau. Ihr Motto ist klar und einfach: Stop Pesticidi!
In Mals ist das Pestizidverbot derweil nach einer langen juristischen Auseinandersetzung in Kraft getreten. Am 1. April ist die letzte Übergangsfrist abgelaufen. Wer jetzt noch spritzt, muss bis zu 500.000 Euro Strafe zahlen. Unsere Verbündeten in Mals stellen sich aber auf Klagen gegen das Pestizidverbot ein. Denn der Bauernbund und die Landesregierung sehen den Malser Weg nicht als Vorbild, sondern als Gefahr.
Wir werden berichten, wie es in Mals weitergeht und Initiativen für weitere pestizidfreie Regionen unterstützen! |