Michael Snyder
Können Sie sich vorstellen, was es bedeutet, entführt und auf einer Auktion wie ein Stück Fleisch angeboten, verkauft und danach immer wieder von einigen der bösartigsten Menschen der Welt über Monate hinweg jeden Tag vergewaltigt zu werden? Genau dieses Schicksal widerfährt tausenden und abertausenden Frauen im Irak und Syrien. Und die Opfer dieser Abscheulichkeiten seitens der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sind teilweise erst neun Jahre alt. Die Widerwärtigkeiten, über die ich hier spreche, sind ein solcher Albtraum, dass man sie fast nicht in Worte fassen kann. Aber es ist von großer Bedeutung zu verstehen, was hier geschieht.
Wenn Kämpfer des IS ein nichtmuslimisches Gebiet erobert haben, sind sie überzeugt, sich gegenüber Frauen alles erlauben zu können, weil es sich ja um »Ungläubige« handele. Unschuldige junge Frauen werden so auf unbeschreibliche Weise missbraucht und misshandelt, und die restliche Welt schaut gleichgültig zu. Aber diese schrecklichen Untaten des IS bilden weltweit betrachtet nur die Spitze des Eisbergs. Wie Sie gleich erfahren werden, gibt es heute weltweit viele Millionen Sklaven, und in 80 Prozent dieser Fälle geht es um sexuelle Ausbeutung.
Kürzlich stieß ich auf einen Artikel in der britischen Tageszeitung Daily Mail, in dem eindringlich beschrieben wurde, was der IS einer jungen jesidischen Frau namens Chalida angetan hat. Nach ihrer Verschleppung wurde sie zunächst zu einer der berüchtigten »Auktionen« gebracht, bei denen IS-Angehörige Frauen wie Sammelkarten kaufen und verkaufen können.
»Eine jesidische Frau, die achtmal als Sexsklavin verkauft worden war, berichtete, sie sei auf einem Laufsteg wie in einem Ausstellungsraum für Fahrzeuge feilgeboten worden.
Die 20-jährige Chalida war verschleppt und dann nach Raqqa gebracht worden, wo sie auf einem ›Frischfleischmarkt‹ angeboten wurde. Dort werden Frauen für den Preis eines Smartphones gekauft oder sogar einfach ›verschenkt‹.
Die schönsten Frauen werden in einer VIP-Lounge untergebracht. Dort halten sich führende IS-Vertreter auf und suchen sich drei oder vier Frauen aus, die ihnen uneingeschränkt zur Verfügung stehen müssen.«
Chalida und ihre Schwester wurden zuerst von einem schwer kranken, alten Mann mit einem weißen Bart gekauft, der sie in einen kleinen Raum einsperrte. Dort wurden sie immer wieder von ihm vergewaltigt und danach von seiner Ehefrau geschlagen, weil sie ihren Mann »verführt« hätten.
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ICH BIN LUISE