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Tierrecht kommt an diesem Thema nicht vorbei: unsere unveränderte Position zum Thema Schächten!

ALLES LESEN:  www.respekTiere.at

RespekTiere hat sich in vergangenen Jahren  stets an vorderster Front für ein ausnahmsloses Verbot des betäubungslosen Schächtens ohne wenn und aber eingesetzt. Mit der Erhebung des Tierschutzes in den Verfassungsrang war ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg dorthin erreicht, ein kurzes Aufatmen sollte die Folge sein.
Doch fast über Nacht droht neue Gefahr, eine Aufweichung bestehender Gesetzte steht plötzlich wieder im Raum. Warum? Wohl auch aus politischem Kalkül, im Kampf um Wählerstimmen, durch den Zuzug vieler Menschen aus arabischen Ländern, durchwegs muslimischer Religion angehörig, sprechen sich tatsächlich (völligst unverständlich, weil sie damit niemanden einen Dienst erweisen, außer Jenen, die Vorurteile schüren) vermehrt PolitikerInnen dafür aus, wichtige Errungenschaften wieder einmal in Frage zu stellen.
Kundgebung gegen das Schächten in Wien

Warum vor allem StaatsdienerInnen aus den Reihen der Grünpartei hier vorpreschen, ist das besondere Rätsel daran; war seit den Gründungsjahren nicht gerade der Tierschutz eine der Grundfesten jener Ideologie? Warum verabschiedet man sich mehr und mehr von der eigentlichen Basis, stößt treue WählerInnen – solche, die ihr Vertrauen in die von ihnen gewählten VolksvertreterInnen gesteckt hatten und haben – so vor den Kopf?

… Beim Thema ‚Schächten‘ allerdings, da stellt sich die Angelegenheit wesentlich anders dar, hier sind WIR gefordert!

RespekTiere vor dem Parlament in Wien!

Und wir finden klare Worte! Die Aussagen des Grün-Sprechers bezüglich des Schächtens – immer vorausgesetzt es ist damit das ‚betäubungslose‘ gemeint – sind für uns untragbar, eines modernen Empfindens nicht würdig und völlig entbehrlich! Hat der gute Mann je eine Schächtung miterlebt? Weiß er, wovon er hier spricht?

… Das besonders Unerträgliche, Unverständliche, Tragische: wer überhaupt verlangt diesen Kniefall? Wer hat danach gefragt? Weiß Herr Beck denn nicht, dass er genau jene, welche er hier so einfallslos zu beglücken versucht, mit seinem Vorstoß in eine prekäre, äußerst gefährliche Lage bringt, indem er dem brauen Pack eine echte Steilvorlage liefert?

Warum, so fragen wir Herrn Beck, hat uns der Präsident der Israelitschen Kultusgemeinde in Salzburg, einst breitwillig davon erzählt, mit wie wenig Leid das Schächten verbunden sei – ‚es gibt da kein Zucken und kein Rucken, wird der Schnitt gut ausgeführt, ist das Tier sofort tot‘;  auf die Frage, ob wir uns selbst davon überzeugen könnten, ob er denn einen Termin ausmachen und wir einer jüdischen Schächtung beiwohnen könnten, sagte er spontan und ohne zu zögern zu. Doch als nach mehreren Wochen kein Terminvorschlag kam, wir uns wiederholt erkundigten, aber der Herr Präsident plötzlich nicht mehr zu sprechen war – in Fakt uns dann sogar beim Staatsschutz diffamierte – spätestens zu diesem Zeitpunkt wurde uns und wohl auch ihm klar, dass seine Behauptungen unhaltbar gewesen sind!
… denn entgegen allen anderswertigen Behauptungen gibt es neben der Sprache des Verstandes auch noch hunderte wissenschaftliche Gutachten, welche beweisen, dass das Tier NIE sofort nach dem Kehlschnitt tot sein kann oder nichts spürt vom furchtbaren Gesehen selbst!

RespekTiere protestierte im Laufe der letzten Jahre hunderte Male in verschiedensten Kundgebungsformen gegen das Schächten und wir werden es wahrscheinlich noch viel öfters tun, so lange nämlich, bis das Töten von Tieren ohne vorangegangene Betäubung jenen Status in der Gesellschaft erhält, der diesem so grausamen Delikt zusteht: dem einer absolute Undenkbarkeit!!!! Österreich, nur zur Info, hat sich übrigens in seinem gefeierten Tierschutzgesetz wenig galant aus der Brisanz des Momentes gezogen – Betäubungsloses Schlachten, das Schächten, ist da zwar explizit verboten, jedoch nicht, wenn dies aus ‚Gründen zwingender religiöser Gebote oder Verbote einer gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaft notwendig‘ ist…
… das Tier aber erleidet während es gesamten Vorganges hindurch (berechtigter Weise) pure Todesangst…

JETZT, im Anbetracht der bestehenden Ausgangslage, müssen wir reagieren; nun, im Zeitalter der Flüchtlingsströme, kommt diese alte-neue Problematik nämlich mit ungeahnter Wucht auf uns zu – es ist zu befürchten, dass im Zuge der Menschlichkeit, wo jedermann/frau alleine auf diesen Aspekt konzentriert scheint, in den letzten Jahren mühsam erkämpfte Rechte für die Tiere erneut völlig ins Hintertreffen geraten! Ja, die Gefahr ist gegenwärtig, ohne jeden Zweifel, denn erst einmal steht wie selbstverständlich das Wohl der Menschen im Vordergrund; es ist wunderschön, dass sich so Viele für die Vertriebenen einsetzen, dass wir sie helfend in unserer Mitte aufnehmen  – vergessen dürfen wir dabei aber nicht auf die Tiere, welchen in so vielen arabischen Kulturen leider praktisch keinerlei Schutz gewährt wird…

 
Foto: auch wenn es so enorm schmerzhaft ist, bitte beachten Sie den Todeskampf im Bild, eine Verkrampfung der Hinterbeine, die so entsetzlich die Mär vom sofortigen Tod beim Schächtschnitt widerlegt… dieses Foto, übrigens unter abenteuerlichen Umständen entstanden, ist Zeugnis dafür, das betäubungslose Schlachten endlich vollständig zu verbieten, ohne Wenn und Aber, ohne Ausnahmeregelungen für wen auch immer!
Österreich hat den Tierschutz nach vielen Jahren des Kämpfens der Tierrechtsorganisationen endlich auch in seiner Verfassung festgesetzt; somit ist der Tierschutz gesetzlich auf gleicher Ebene gegenüber des Rechtes der freien Religionsausübung zu betrachten. Auswirkungen auf die Erlaubnis des betäubungslosen Schlachtens hat dieser Meilenstein aber bisher nicht gebracht – eigentlich ein unvorstellbares Beschämnis!
   
 
Fotos, erste Reihe: RespekTiere-Kundgebung auf den Stufen des Parlamentes; vor dem Wissenschaftsministerium; Fotos Mitte: RespekTiere-Recherche mit versteckter Kamera in einem Schächtschlachthof!
Eine aufgeklärte Gesellschaft muss sich wohl irgendwann die Frage stellen: darf, kann, sie einen Ritus wie jenen in sich dulden? Oder ist eine solche Duldung gleichzeitig der Todesstoß für ihre eigenen Werte, ganz nach dem Motto: eine Gesellschaft, die alles erlaubt, muss auch erlauben alles zu verbieten? Sie sich in dieser Diskrepanz zunehmend bis zur eigenen Bewegungslosigkeit behindert und immens schwächt, von ihrem Innersten her langsam selbst auffrisst? Eines scheint jedenfalls sicher: Religionsfreiheit darf niemals eine Rechtfertigung für Tierquälerei sein; und um Tierquälerei handelt es sich wohl ganz bestimmt, wenn Mitlebewesen bei vollem Bewusstsein die Kehlen aufgeschnitten wird und man sie langsam verbluten lässt. Nicht zu vergessen ist unser Leitsatz: Tierquälerei ist auch dann noch Tierquälerei, wenn sie im Namen einer Gottheit geschieht!
   
 
Fotoserie: entsetzliche Bilder, welche wir in einem muslimischen Land gemacht haben; obwohl diese Aufnahmen nicht in Österreich entstanden sind, erachten wir eine Veröffentlichung an dieser Stelle dennoch für legitim, denn Schächten passiert überall gleich; egal wo, es gibt hier keinen Unterschied, etwa in technischem Fortschritt …
Kundgebungen gegen das betäubungslose Schlachten sind eine heikle Angelegenheit, dieser Umstand ist uns sehr bewusst (weshalb sich dann auch so wenige Tierschutz- und Tierrechtsvereine an das Thema heranwagen);…
… Ein Protest vor den Toren der Israelitischen Kultusgemeinde in Salzburg hingegen brachte uns eine Anzeige beim Staatsschutz ein.

Fotos: Kundgebung in London, nur knapp entgehen wir dabei einer Verhaftung durch die englische Polizei!
   
 
   
Fotoserie, erste Reihe: Kundgebung am Salzburger Alten Markt; rechts: vor dem Landtag in Niederösterreich; Reihe Mitte: vor der Kultusgemeinde in Salzburg, was den Staatsschutz auf den Plan rief; Fotos unten: Kundgebung in Krems, Niederösterreich; rechts: vor der türkischen Botschaft in Salzburg!
Mehrere Male standen wir bereits auf den Stiegen des Parlamentes, also am direkten Zugang zur Gesetzgebung, um unsere diesbezügliche Meinung kundzutun. Selbst die Salzburger Festspiele sind uns nicht heilig, gut betuchte und elegant gekleidete Gäste können dort immer wieder Schlächter und nur mit Lendenschurz und Schafmaske bekleidete AktivistInnen sehen, welche sehr realitätsnah im (Kunst-)Blut ertrinken.
Wir versprechen vom ganzen Herzen nicht müde zu werden solche Proteste durchzuführen, so lange, bis eine derart augenscheinliche Tierquälerei endlich und für alle Zeiten dorthin gereiht wird, wo sie hingehört – in die Vergangenheit!
Foto: versteckte Aufnahmen in einem Schächtschlachthof, welche uns nur durch das Eingehen eines großen Risikos gelungen sind…
Übrigens: die Heftigkeit des Ist-Zustandes ist wahrscheinlich für jene Menschen, welche nie eine Schächtung gesehen haben (und hoffentlich nie sehen werden…), kaum begreifbar.

Am Beispiel RespekTiere: wir waren IMMER und stehen nach wie vor für den Weg der Diskussion, des Dialoges; nicht umsonst hatten wir – was zu der Zeit noch niemand vor uns bewerkstelligen konnte – ein bis heute beispielhaftes Symbosium ins Leben gerufen, ‚Tierschutz im Islam‘ genannt, welche viele Einsichten und ein Gefühl von Miteinander brachte.
   
 Fotos: Kundgebung Salzburg; rechts: vor dem Landtag in Innsbruck, Tirol
Überlegen Sie: wir können und müssen gegen das Robbenschlachten sein, ohne des Hasses gegen KanadierInnen verdächtigt zu werden; wir dürfen gegen den Singvogelfang sein, ohne uns dem Vorwurf des Rassismus gegen ItalienerInnen stellen zu müssen; gleich verhält es sich mit dem Stierkampf, wo wir als fühlende Wesen eine gemeinsame Stimme für die Tiere darstellen, ohne gleichzeitig einer Schwachsinns-Anklage entgegen sehen zu müssen SpanierInnen nicht zu mögen.
Warum aber werden dann Anti-Schächtkampagnen mit Antisemitismus verglichen, mit Feindlichkeit gegenüber des Islams? Sind wir als Gesellschaft wirklich schon so verarmt, dass wir keine Stimme mehr haben dürfen, wenn es um die allernotwendigsten Regeln im Umgang mit Tieren nach jahrtausendelang gewachsenen westlichen Werten geht? Ist es so, dann können wir uns gleich zurücklehnen und unsere Hände in Unschuld verschränken; ist es so, dann haben wir aus der Geschichte nichts gelernt und den Kampf für die Rechte der Tiere endgültig verloren, oder noch schlimmer, der Gleichgültigkeit ausverkauft…
Unbetäubtes Schlachten ist gleichbedeutend mit unfassbarem Tierleid! Verwechseln wir nicht Toleranz mit Naivität – eine derartige Toleranz, eine derartige Akzeptanz, bereitet in Wahrheit viel eher nur den Boden für Hass und Separation!
Dafür und dazu stehen wir in völliger Selbstverständlichkeit: Refugees welcome – importiertes Tierleid nicht!!!

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ICH  BIN  LUISE