Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Unser Vorschlag für die Bundesweite Volksabstimmung

http://www.omnibus.org/bundesweite_volksabstimmung.html

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Unser Vorschlag für
die Bundesweite Volksabstimmung

Den Gesetzentwurf halten wir hier für Sie zum Download bereit (PDF).

Diesen Vorschlag für die bundesweite Volksabstimmung bringen wir unermüdlich ins Gespräch. Die Hürden für Volksbegehren und Volksentscheide müssen so gestaltet werden, daß die Direkte Demokratie in der Praxis funktioniert.

Auf der Ebene der Bundesländer und Gemeinden gibt es inzwischen überall Volksabstimmungsregelungen. Jedoch müssen meistens die Hürden noch deutlich gesenkt werden, damit sich die Direkte Demokratie weiter entfalten kann.

104.644 Menschen haben unseren Gesetzentwurf bisher unterschrieben.Diese Unterschriften wurden am Dienstag, den 22. Oktober 2013, gleich nach der Konstituierung des neu gewählten Bundestages, symbolisch von OMNIBUS und Mehr Demokratie e.V. an die SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles überreicht mit der Forderung, dass ein bundesweites Abstimmungsrecht in den Koalitionsvertrag gehört.
www.omnibus.org/uebergabe_104644_unterschriften.html

Während der Koalitionsverhandlungen führten wir zusammen mit anderen Organisationen mehrere Aktionen durch, um unsere Forderung zu unterstützen. So viel öffentliche Aufmerksamkeit hatte die Bundesweite Volksabstimmung noch nie, auch wenn sie jetzt nicht im Koalitionsvertrag steht. Wir überreichten über 160.000 Online-Unterschriften, die innerhalb weniger Wochen gesammelt wurden.
www.omnibus.org/campact_online-unterschriften.html

Auch reagierten auf eine Emnid-Umfrage, wonach sich im November 84% Bevölkerung für Bundesweite Volksentscheide aussprachen, sogar 83% der CDU-Wähler!
www.omnibus.org/aktion_83_prozent.html

Wie lange kann die CDU ihre massive Blockade-Haltung gegen den Wählerwillen aufrecht erhalten? Wir müssen jetzt am Ball bleiben! Denn die Forderung nach der Bundesweiten Volksabstimmung besteht so lange, bis sie eingeführt ist.

Solidarische Rente

 


Halten Sie mich für einen Populisten?

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Hallo und guten Tag, SYLVIA LINNENKOHL,

gibt es in unserer Welt eigentlich nur noch den Einheitsbrei der so genannten „politischen Eliten“ einerseits und die dumpfen Parolen der Rechtspopulisten andererseits? Diesen Eindruck muss man haben, verfolgt man in jüngster Zeit die mediale Berichterstattung. Ist das ein Thema für foodwatch? Ja, denn es betrifft unseren Einsatz für Verbraucher- und Bürgerrechte und damit die Demokratie. Dieser Einsatz wird durch eine völlig undifferenzierte Diskussion in ein schlechtes Licht gerückt. Die Rechtspopulisten kapern und verfälschen unsere Ziele, weil sie diese als die ihren ausgeben. Die anderen, denen wir unbequem sind, nutzen die Gelegenheit, uns mundtot zu machen, indem sie uns in die rechtspopulistische Ecke drängen.

Gerne möchte ich Ihnen dafür Beispiele nennen:

1. Wir glauben nicht, dass wir uns ökonomisch isolieren sollten. Nein, wir sind sehr wohl für einen internationalen Handel. Aber für einen, der den Menschen und nicht den Konzernen dient.

Die Befürworter von TTIP und CETA werfen uns vor, wir wollten uns abschotten und seien gegen jegliche Globalisierung. Deshalb würden wir den Rechtspopulisten den Weg bereiten. Diese wiederum vereinnahmen uns, indem sie unsere Position als Unterstützung ihrer nationalistischen Ziele deuten. Liebe foodwatch-Unterstützerinnen und Unterstützer, wir sind nicht gegen den internationalen Handel, sondern für einen, der den Menschen nützt und den Konzernen nicht noch mehr Macht verleiht. TTIP und CETA aber sind eine Gefahr für die Demokratie, das haben wir gut begründet. Wer gegen TTIP und CETA ist, ist noch lange nicht gegen internationalen Handel. Wenn Sie das auch so sehen, unterstützen Sie uns und werden Sie Förderin/Förderer von foodwatch.

2. Wir sind für ein demokratisches und handlungsfähiges Europa!

Bei den Handelsverträgen der neuen Generation, also bei TTIP und CETA, geht es nicht um Zölle sondern um unser tägliches Leben, um Gesundheits-, Verbraucher- und Umweltschutz. Darüber darf die EU-Kommission nicht allein entscheiden, sondern die Bürgerinnen und Bürger Europas müssen über ein Votum ihrer Parlamente ein Mitspracherecht haben. Das ist nicht europafeindlich, im Gegenteil! Wir müssen deshalb die Aufgabenteilung zwischen der EU-Kommission und den Mitgliedstaaten so regeln, dass Europa von seinen Bürgern regiert wird, aber dennoch handlungsfähig bleibt. Doch nur zu gerne schieben uns manche Politiker in die europafeindliche Ecke. Wenn Sie sich mit uns gegen diese Unterstellungen wehren wollen, werden Sie jetzt Förderer/Förderin von foodwatch.

3. Wir wollen Transparenz und eine demokratische Kontrolle unserer Politiker!

Wir fordern Transparenz, wenn es um die Herkunft, Sicherheit und Qualität unserer Nahrungsmittel geht. Wir fordern ebenso Transparenz, wenn die Europäische Kommission Verträge ausverhandelt, die uns unmittelbar betreffen, z.B. beim Verbraucher- und Gesundheitsschutz. Das heißt aber nicht, dass wir wie die Rechtspopulisten unterschiedslos und generell auf „die da oben“ schimpfen. Nein – unsere Kritik bleibt konkret und belegbar, und wir haben einen konkreten Anlass! Wenn Sie wollen, dass wir mit Fakten und nicht mit Nebelkerzen Ihre Interessen vertreten, dann werden Sie als Förderin/Förderer Teil von foodwatch.

4. Wir sind gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus, UND wir verteidigen die Meinungsfreiheit!

Hunderttausende von Bürgerinnen und Bürger nahmen an unseren Demonstrationen gegen TTIP und CETA teil. Es kam vor, dass vereinzelte Teilnehmerinnen und Teilnehmer fremdenfeindliche und rassistische Parolen äußerten. Natürlich stimmen wir diesen Ansichten nicht zu, sondern verurteilen sie in aller Deutlichkeit. Unsere Gegner hält das nicht davon ab, uns in die Nähe derartiger Hassparolen zu rücken. Und Rechtspopulisten nutzen das als Gelegenheit, sich als zu uns gehörig zu präsentieren. Aber wir können niemanden in unserer Demokratie das Recht nehmen, seine Meinung zu äußern, auch wenn sie uns nicht passt. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, auf das wir bei unserer Arbeit angewiesen sind. Es bedarf unseres Schutzes.

Liebe foodwatch-Interessierte, sei es Beifall von der falschen Seite oder sei es die Strategie unserer politischen Gegner, uns als „Rechtspopulisten“ zu verunglimpfen, z.B. als Vertreter einer rechtpopulistischen „Empörungsindustrie“: Wir kämpfen unbeirrt und mit sorgsam recherchierten Argumenten für Demokratie und Bürgerrechte.

Wenn Sie wollen, dass wir Klarheit in eine nebulöse und oberflächliche, ja auch die Demokratie gefährdende Debatte bringen, dann unterstützen Sie uns dabei, und werden Sie Förderer/Förderin von foodwatch.

Vielen Dank und herzliche Grüße,
Ihr
Thilo Bode
Geschäftsführer

P.S.: Geld ist das eine. Die Anzahl unserer Fördererinnen und Förderer spielt aber auch eine große Rolle, um uns als Organisation Gehör zu verschaffen. Je mehr Unterstützerinnen und Untetstützer wir haben, desto leichter können wir Druck ausüben. Deshalb: Werden Sie bitte Förderin/Förderer und kämpfen Sie mit uns gemeinsam!

Impressum

Herausgeber: foodwatch e.V., Brunnenstr. 181, 10119 Berlin, Deutschland
E-Mail: aktuell@foodwatch.de
Info-Telefon: 030 – 28 09 39 95
foodwatch ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, VR 21908 B, AG Charlottenburg
Geschäftsführer ist Dr. Thilo Bode.

© 2016 foodwatch Zum Anfang
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openpetition: Länderbericht Petitionen 2015

https://www.openpetition.de/blog/blog/2016/11/07/laenderbericht-petitionen-2015

Modehaus Bogner lässt Tiere quälen und töten!

https://www.change.org/p/bogner-werde-endlich-pelzfrei

Das Modehaus Bogner verwendet immer noch Echtpelz! U.a. stammen die verwendeten Pelze aus China, wie dort die Tiere gehalten und getötet werden, will man sich lieber nicht vorstellen. Viele große Modefirmen wie Hugo Boss, Esprit, H&M, Jack Wolfskin, Schild, Charles Voegele, Zalando oder Zara verzichten auf Echtpelz in den Kollektionen. Bogner soll nun auch pelzfrei werden. Bitte unterschreibe die Petition und werde für Tiere aktiv!

Weitere Informationen auch unter http://www.bogner-toetet.de/

Diese Petition wird versendet an:

  • Modehaus Bogner
    Geschäftsführung Bogner

Politkrimi um CETA ++ Gentechnikfreiheit bedroht ++ Solidarische Landwirtschaft

Donnerstag, 27.10.2016

Newsletter
 zur aktuellen Meldung zum Gentechnik-Gesetz

Politkrimi um CETA

Wir zeigen CETA die rote Karte!

Liebe Freundinnen und Freunde des Umweltinstituts,

das CETA-Abkommen mit Kanada ist nach einer tagelangen Hängepartie um seine Unterzeichnung schwer angeschlagen. Die für heute geplante Vertragsunterzeichnung wurde in der Nacht in buchstäblich letzter Minute vertagt.

In einem wahren Politkrimi stemmte sich die belgische Region Wallonien über Tage gegen die Unterzeichnung des Abkommens. Doch auf die Wallonen wurde enormer Druck ausgeübt. Seit Dienstag verhandelte die belgische Zentralregierung mit den Regionen über eine gemeinsame Haltung zu CETA. Am Ende war der Druck wohl doch zu groß: Heute Mittag kam die Meldung, dass Belgien doch seine Unterschrift unter CETA setzen wird.

Aber damit ist CETA noch lange nicht durch: Der Handelsvertrag muss noch durch 37 Parlamente ratifiziert werden, bevor er in Kraft treten kann. Und ganz anders, als in den letzten Tagen immer wieder behauptet wurde, steht die Wallonie keineswegs allein mit ihrer Kritik da. Überall in Europa regt sich der Widerstand gegen CETA, weil die Menschen merken, dass es ein schlechtes Abkommen ist.

In Deutschland wird das Bundesverfassungsgericht im Hauptverfahren prüfen, ob das Abkommen mit dem Grundgesetz vereinbar ist und in mehreren Bundesländern haben wir bereits Volksbegehren oder -initiativen gegen CETA auf den Weg gebracht. Wir sind uns deshalb sicher: CETA wird am Widerstand der Bürgerinnen und Bürger scheitern!

Sie haben drei Möglichkeiten unsere Kampagne gegen CETA und TTIP zu unterstützen:

1.) Helfen Sie uns, die Gefahren von CETA bekannt zu machen

Wir haben Infopakete zu den Freihandelsabkommen CETA und TTIP zusammengestellt, die Sie auf unserer Homepage bestellen können. Informieren Sie sich und Andere, verteilen Sie die Materialien in Geschäften, Kinos oder Gaststätten. Aber vergessen Sie bitte nicht zu fragen, bevor Sie auslegen.

Infomaterial bestellen

2.) Einen oder mehrere Kartons spenden

Der Druck und der Versand unserer Infomaterialien kostet viel Geld. Mit Ihrer Spende und Ihren Beiträgen ermöglichen Sie unsere Aufklärungsarbeit zu den Freihandelsabkommen

Online spenden

Alternativ können Sie jetzt auch schnell und bequem per PayPal-Logospenden.

3.) Fördermitglied werden

Unsere bundesweit erfolgreichen Kampagnen gegen CETA und TTIP sind nur möglich durch die regelmäßigen Beiträge unserer Förderer. Jedes neue Fördermitglied erhält eine attraktive Prämie aus unserem Programm.

Foerdermitglied werden

Neues Gesetz bedroht die Gentechnikfreiheit

zur aktuellen Meldung zum Gentechnik-Gesetz

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der Anbauverbote von genmanipulierten Pflanzen in Deutschland regeln soll. Dieser Entwurf ist die Umsetzung der so genannten europäischen Opt-out-Richtlinie. Diese erlaubt es einzelnen EU-Mitgliedstaaten, den Anbau von genmanipulierten Pflanzen auf ihrem Gebiet leichter verbieten zu können, auch wenn diese auf EU-Ebene eigentlich zugelassen sind.

Obwohl in Deutschland eine Mehrheit der Bevölkerung gegen Gentechnik auf ihren Tellern ist, baut Schmidt in seinem Gesetzesentwurf so hohe Hürden auf, dass es beinahe unmöglich sein wird, den Anbau von genmanipulierten Pflanzen deutschlandweit zu verbieten. Doch genau dies wäre notwendig. Denn ginge es nach Schmidt, wäre ein Flickenteppich aus gentechnikfreien Bundesländern und solchen mit Gen-Pflanzen-Anbau vorprogrammiert. Und weil sich Pollen bekanntlich nicht an Landesgrenzen halten, wäre die Kontaminierung unserer Lebensmittel durch die unkontrollierbare Verbreitung genmanipulierter Pflanzen nicht mehr aufzuhalten.

Der Gesetzesentwurf stößt deshalb auf massiven Widerstand. Doch Minister Schmidt schaltet auf stur und weigert sich, die Genkonzerne in die Schranken zu weisen.

Mehr lesen Sie dazu in unserer aktuellen Meldung.

Solidarische Landwirtschaft: Eine echte Alternative

Solidarische Landwirtschaft

Lebensmittelskandale, Tierquälerei, Bienensterben – die Liste der katastrophalen Begleiterscheinungen der industriellen Landwirtschaft ist lang. Mehr und mehr Menschen lehnen diese Form der Nahrungsmittelproduktion ab und wünschen sich stattdessen nachhaltig wirtschaftende Bauernhöfe und Gärtnereien.

An diesem Punkt setzt das Konzept der Solidarischen Landwirtschaft an: Sie stellt die Versorgung der Region mit saisonalen und vorwiegend ökologisch erzeugten Lebensmitteln in den Vordergrund. Solidarisch wirtschaftende Betriebe schaffen auf ihre ganz eigene Weise eine vielfältige, bäuerliche Landwirtschaft und ermöglichen den VerbraucherInnen außerdem die aktive Teilhabe an der verantwortungsbewussten Erzeugung von Lebensmitteln.

Lesen Sie hier mehr über Solidarische Landwirtschaft und erfahren Sie, wo solidarisch wirtschaftende Betriebe zu finden sind.

Auf Ihren Beitrag kommt es an!

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Mit herzlichen Grüßen, Ihr

Unterschrift Harald Nestler

Harald Nestler
Vorstand

 

 

Termine


Anti-Atomkraft-Demo in Lingen

29. Oktober 2016, 13 Uhr am Hauptbahnhof Lingen

Rund 75 Organisationen rufen zu einer überregionalen Anti-Atom-Demo am emsländischen Atomstandort Lingen auf. Unter dem Motto „Atomkraft jetzt den Saft abdrehen – Uranfabriken schließen“ fordern sie vor allem die sofortige Stilllegung der niedersächsischen AKW Lingen II und Grohnde sowie der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau.

 

Stellenangebote

Zur Verstärkung unseres Teams in München suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt:

Referent/in für Radioaktivität, Atom- und Energiepolitik

 

Spenden

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Kto. 8831101, BLZ 70020500
IBAN: DE 70 7002 0500 0008 8311 01
BIC: BFSWDE33MUE
Bank für Sozialwirtschaft München

Spenden und Beiträge an das Umweltinstitut München e.V. sind steuerlich absetzbar und zwar bis zur Höhe von 20 Prozent Ihrer persönlichen Einkünfte.

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Hoch brisante politische Lage, Herbst/Winter-Gemütlichkeit und Angst/Unsicherheit im persönlichen Einsatz

https://deutsche-mitte.de/hoch-brisante-politische-lage-herbstwinter-gemuetlichkeit-und-angstunsicherheit-im-persoenlichen-einsatz/

Sieben Kriegsschauplätze, ein sicherer Finanzcrash mit nachfolgendem Wirtschaftsabsturz – und weit über die Hälfte der Bevölkerung drückt sich vor Entscheidungen. Die Bundesregierung bietet ein Wackelbild: Die großen Medien zeigen professionelle und sichere Auftritte, während die aktuelle Lage allmählich entgleitet: 80 Milliarden Euro schmeißt die EZB jeden Monat in das Fass ohne Boden namens QE (Quantitative Easing) – Deutschland muss vor allen anderen dafür geradestehen. Was solide aussieht ist nur ein schöner Schein – und wenig dahinter wird uns erhalten bleiben, je länger der Irrsinn dauert, desto weniger.

Warum wollen so viele Menschen sich lieber verkriechen und nicht bewegen?

ALLES LESEN …

https://deutsche-mitte.de/hoch-brisante-politische-lage-herbstwinter-gemuetlichkeit-und-angstunsicherheit-im-persoenlichen-einsatz/

Sexuelle Belästigungen verhindern: (Selbst-)Verteidigungskurse für Mädchen

https://www.change.org/p/sexuelle-bel%C3%A4stigungen-verhindern-selbst-verteidigungskurse-f%C3%BCr-m%C3%A4dchen

Nach Donald Trumps Skandalvideo aus 2005 hat die Autorin Kelly Oxford Frauen auf Twitter dazu aufgefordert, unter #notokay von ihren ersten Erfahrungen sexueller Belästigung zu erzählen. Das Ergebnis hat mich schockiert. Viele Frauen werden täglich begrabscht, belästigt und schlimmeres. Das reicht von gierigem Starren in der Bahn bis hin zur Vergewaltigung. Viele dieser Frauen schreiben auch, dass dies das erste Mal sei, dass sie jemandem davon erzählen und es ihnen bis dato normal vorgekommen sei. Und das darf einfach kein Standard sein!

Um das Problem zu lösen, ist ein Umdenken nötig. Ich glaube, dass der einzige Weg dahin über die Schule führt. Ich fordere das Kultusministerium auf:

  • Für Mädchen in bayrischen Schulen ein Jahr lang den regulären Sportunterricht durch Selbstverteidigungskurse zu ersetzen. Commando Krav Maga eignet dich dafür ganz gut, vielleicht gibt es auch noch bessere Möglichkeiten. Das muss machbar sein, denn dass man einen Ball richtig wirft kann nicht so wichtig sein wie der eigene Schutz. Dass bei dieser Idee beim potenziellen Opfer angesetzt wird, ist zwar nicht ideal, aber möglicherweise bewahrt es viele junge Mädchen vor schlimmen Erfahrungen.
  • Gemeinsamer Unterricht zum Thema Geschlechterrollen, Sexismus und gegenseitigem Respekt der Geschlechter. Dabei muss klar gemacht werden, was ein sexueller Übergriff für Folgen hat und warum Grabschen kein Kompliment ist – und auch, dass Sexismus durchaus in beide Richtungen gehen kann.

Dieser Unterricht sollte idealerweise bereits in jungen Jahren angesetzt werden. Unter #notokay haben sich viele zu Wort gemeldet, die zum Zeitpunkt der Belästigung erst elf Jahre alt waren und teilweise noch jünger.

Ich bin eine junge Frau und fahre jeden Tag mit der S-Bahn. Fast täglich bin ich mit einem Mann im Abteil, der mich von oben bis unten anstarrt und angrinst. Manche rücken mir dabei ganz schön auf die Pelle. Das führt dazu, dass ich immer weite Sachen trage und mich abseits halte.

Ich möchte Sie bitten, das Thema ernst zu nehmen, sich gegen sexuelle Belästigungen einzusetzen und damit ein Zeichen zu setzen.

Diese Petition wird versendet an:

  • Dr. Ludwig Spaenle

Zehn Jahre Nachbarschaftsdemokratie

http://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/zehn-jahre-nachbarschaftsdemokratie.html

Von: Ute Scheub

Seit 2006 gibt es im österreichischen Bundesland Vorarlberg Bürgerräte, 2013 wurde diese Form der partizipativen Demokratie auch offiziell in der Landesverfassung verankert. Dabei werden jeweils etwa 12 bis 16 Personen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Sie beschäftigen sich in einem Workshop mit einem politischen Problem und machen Vorschläge, die dann in einem öffentlichen «Bürgercafé» vorgestellt und diskutiert werden. Eine «Resonanzgruppe» aus Verwaltung, Wirtschaft und Gemeindevertretung reflektiert im dritten Schritt die Ergebnisse in einem «Bürgerratsbericht«.

Bislang wurden 32 Bürgerräte auf Landes, Regions- und kommunaler Ebene durchgeführt. In Bregenz etwa konnte ein Konflikt konstruktiv gelöst werden, der ähnlich wie «Stuttgart 21» viele Menschen gegen die Stadtplanung aufgebracht hatte. Für ein grosses Areal in der Innenstadt war ein «Masterplan» entwickelt worden, der die Sichtachse zwischen Bodensee und Stadt zubetoniert hätte, statt sie zu erhalten. «Hier wurde das Wichtigste vergessen», nämlich die Sicht auf den schönen See, kommentierte der eingeschaltete Bürgerrat und entwickelte zahlreiche andere Ideen. Die Alternativplanung wurde schliesslich von der Stadt unter Zustimmung aller Fraktionen beschlossen, ein «Bregenz 21« verhindert.

Auf Landesebene dachte ein weiterer Bürgerrat darüber nach, «wie gute Nachbarschaft gelingt». Er erarbeitete ein Modell der «Nachbarschaftsdemokratie«, das unter anderem eine «Schlichtungsstelle» beinhaltete. Ein weiterer formulierte konstruktive Lösungen für die Flüchtlingsfrage. «Mut machen! Aus positiven Erfahrungen aus der Geschichte lernen und gut mit Ängsten und Bedenken umgehen», lautete eine der erarbeiteten Empfehlungen. Andere forderten einen «niederschwelligen Zugang zum Arbeitsmarkt», «Vereinfachung der Bürokratie», Aufteilung der Flüchtlinge unter den Gemeinden nach einem fairen Schlüssel, Unterbringung in kleinen Einheiten unter transparenter Kommunikation mit den dort Lebenden sowie ein «Willkommens-Informationspaket» mit allgemeinen Informationen, «Kultur-Etikette» und «Spielregeln».

Die Teilnehmenden waren offenbar begeistert vom Verfahren und fühlten sich ernstgenommen. «Es sprudelt überall», so beschrieb eine Person die Vielfalt der aufkommenden Ideen. «Jeder hat etwas zu sagen – und so viel Vernünftiges!», lautete das Fazit einer anderen. Anders als bei der herkömmlichen Parteienpolitik, wo die Beteiligten immer politische und persönliche Interessen vertreten, ist im Bürgerrat konstruktive Sachpolitik möglich. Auch die Verwaltung war angetan. Manche hätten befürchtet, dass hier «Wunschlisten ans Christkind» fabriziert würden, aber das sei überhaupt nicht der Fall: «Die Ergebnisse sind wertvoll und brauchbar», so Manfred Hellrigl, Leiter des Büros für Zukunftsfragen in der Landesverwaltung.

Freitag, 14. Oktober 2016