Archiv der Kategorie: FORSCHUNG

das solltet IHR wissen: Gene Editing: Umstrittener Eingriff ins embryonale Erbgut

http://www.spektrum.de/news/umstrittener-eingriff-ins-embryonale-erbgut/1407451

Ein weiteres Team macht seine Versuche an menschlichen Embryonen öffentlich. Die viel gepriesene „CRISPR“-Methode sollte eine Mutation erzeugen, die gegen HIV immun macht.

Illustration menschlicher Embryonen

© iStock / luismmolina
(Ausschnitt)

Chinesische Wissenschaftler haben das Erbgut menschlicher Embryonen verändert, um sie resistent gegen eine HIV-Infektion zu machen. Bei ihren Experimenten testeten sie das so genannte CRISPR-Verfahren an nicht lebensfähigen Embryonen. Sie sind damit das zweite Team, das von einem erfolgreichen Gene Editing mit Hilfe dieser Methode in menschlichen Embryonen berichtet.

Bereits im April 2015 hatte ein anderes Team aus China mit einer ähnlichen Publikation für Aufsehen gesorgt. Die Genetiker hatten ein Gen in menschlichen Embryonen modifiziert, das im Zusammenhang mit einer Bluterkrankung steht. Auch in diesem Fall waren die Embryonen nicht lebensfähig und hätten nicht zu lebensfähigen Organismen heranreifen können. Diese weltweit erste Publikation ihrer Art hat eine internationale Debatte über die Ethik solcher Manipulationen an Embryonen und menschlichen Keimzellen ausgelöst. Dabei wurde unter anderem die Forderung nach einem Moratorium laut, das sogar noch Studien mit einschließt, die lediglich die reine technische Machbarkeit nachweisen sollen.

Bereits damals ging das Gerücht um, dass andere Arbeitsgruppen ähnliche Experimente durchgeführt hätten. Die Redaktion von „Nature News“ etwa erfuhr aus chinesischen Quellen, dass eine Anzahl Artikel zur Veröffentlichung eingereicht worden seien. Dazu zählt wahrscheinlich auch die jüngste, am 6. April im „Journal of Assisted Reproduction and Genetics“ erschienene Publikation. „Nature News“ bat den verantwortlichen Autor, den Stammzellforscher Yong Fan, um eine Stellungnahme. Bis zum Redaktionsschluss dieses Artikels haben wir allerdings noch keine Antwort erhalten.

Fan und seine Mitarbeiter von der Medizinischen Universität Guangzhou hatten im Zeitraum von April bis September 2014 insgesamt 213 befruchtete menschliche Eizellen von 87 Spenderinnen erhalten. Diese Eizellen waren für eine Implantation im Rahmen einer In-vitro-Fertilisation nicht geeignet, denn sie enthielten einen zusätzlichen Chromosomensatz.

Die Wissenschaftler nutzten das CRISPR/Cas9-System zum Genome Editing, um in manche der Embryonen eine Mutation einzuschleusen, durch die ein Gen namens CCR5 in Immunzellen lahmgelegt wird. Bei einigen Menschen ist diese Mutation natürlicherweise vorhanden (bekannt als CCR5Δ32). Sie führt zu einer Resistenz gegen HIV, denn das CCR5-Protein wird durch die Mutation auf eine Weise verändert, die es dem Virus unmöglich macht, in T-Zellen einzudringen und diese zu infizieren.

„Eine Spielerei mit menschlichen Embryonen“ (Tetsuya Ishii)

Nur begrenzte Aussagekraft?

Embryonenforschung versus Manipulation am Menschen

 

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ICH  BIN  LUISE:  SIND EMBRYONEN  KEINE  MENSCHEN ?

Hirnforschung: Ein Lob der Langeweile?

http://www.spektrum.de/news/wie-entsteht-langeweile-und-warum/1400676

Langeweile ist alles andere als öde und scheint bei Gehirnverletzungen genauso wie beim Lernen relevant zu sein.

Langeweile

© iStock / RapidEye

James Danckert war 1990 gerade einmal 18 Jahre alt, als sein älterer Bruder Paul mit seinem Auto gegen einen Baum prallte und mit zahlreichen Verletzungen einschließlich eines Kopftraumas aus den Trümmern geborgen wurde. Seine Genesung war schwierig. Paul war eigentlich Schlagzeuger, doch auch nachdem sein Handgelenk wieder geheilt war, konnte er sich nicht mehr so richtig für das Trommeln begeistern. Er beklagte sich immer wieder heftig darüber, wie sehr es ihn einfach nur anödete, erinnert sich Danckert. „Es war ihm nicht gleichgültig geworden. Aber es war einfach höchst frustrierend und unbefriedigend für ihn, von seiner einst so geliebten Musik nun so gelangweilt zu werden.“

Ein paar Jahre später, während seiner Ausbildung zum klinischen Neuropsychologen, traf Danckert auf etwa 20 junge Patienten mit traumatischen Gehirnverletzungen. Er musste dabei an seinen Bruder denken und fragte sie, ob sie sich auch schneller gelangweilt fühlten als früher. „Und jeder Einzelne stimmte zu“, erzählt er. So kam Danckert zu seinem derzeitigen Forschungsschwerpunkt in der kognitiven Neurowissenschaft an der University of Waterloo in Kanada. Dort ist er Teil einer kleinen, aber stetig wachsenden Zahl von Wissenschaftlern, die sich ernsthaft mit dem Thema Langeweile auseinandersetzen.

Allerdings gibt es bisher keine allgemein gültige Definition dieses Gefühls. Wie auch immer man es charakterisiert, es ist laut aktueller Forschung wohl nicht nur ein anderer Name für Depression oder Apathie. Eher geht es um einen bestimmten Geisteszustand, der als unangenehm empfunden wird – sprich eine Art Mangel an Anregung, der den Betroffenen nach Abhilfe lechzen lässt und eine ganze Reihe von Folgen für sein Verhalten, seine Gesundheit und sein soziales Leben hat.

Bungee-Sprung
© iStock / mayo5

Bungee-Sprung

Manche Menschen, die sich oft langweilen, benötigen starke Reize, um aus ihrem Gemütszustand herauszukommen.

Ein Maß für das ungute Gefühl

Das langweiligste Video aller Zeiten

Elektroschocks gegen die Langeweile
© fotolia / Haramis Kalfar

Elektroschocks gegen Langeweile

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„Langeweile wird damit zu einer messbaren Größe“
(Shane Bench)
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Schmerzhafte Langeweile

ALLES  LESEN … http://www.spektrum.de/news/wie-entsteht-langeweile-und-warum/1400676

© Spektrum.de

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