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Bewahren wir Fluchthelfer vor dem Gefängnis! Hilfe ist kein Verbrechen.

Jörg \Rohwedder – WeMove.EU\

am 14. Januar 2016 haben dänische Freiwillige den Notruf eines sinkenden Schiffes kurz vor der griechischen Insel Lesbos erhalten. Einer von ihnen, Saleem Adeen, berichtet: „Ich konnte die Kinder schreien hören. Ich sah die Verzweiflung in den Augen der Erwachsenen.“ Den rechtlichen Regeln folgend, riefen die Freiwilligen sofort die griechische Küstenwache. Erst danach eilten sie den Flüchtlingen zur Hilfe.

Als die griechische Küstenwache nach Stunden endlich eintraf, verhaftete sie die Freiwilligen. Der Vorwurf: Sie würden Menschen über die Grenze schmuggeln.

Seit Monaten treffen sich unsere Regierungen in endlosen Sitzungen. Es gelingt ihnen nicht, eine wirklich humane Lösung für die Menschen in Not zu finden. Da ist es das Mindeste, dass die vielen Freiwilligen entlang der Fluchtwege nicht bestraft werden. Sie sind die Aktiven, die sich aufmachen und wirkliche Hilfe dort anbieten, wo sie dringend benötigt wird. Sie brauchen Unterstützung, keine Strafe.

Unterschreiben Sie jetzt. Die Retterinnen und Retter gehören nicht ins Gefängnis

https://act.wemove.eu/campaigns/nothilfe-ist-kein-schmuggel

Diese, in vielen Ländern der EU bereits bestehenden Strafen, drohen europaweit zementiert zu werden. Die Europäische Kommission arbeitet zurzeit an einem neuen Gesetztesentwurf zum Menschenschmuggel. Bisher hat die EU ihren 28 Mitgliedern empfohlen, nationale Regelungen zum Schutz von Nothelfern zu treffen. Diese Empfehlung fehlt in den aktuellen Entwürfen.

Wir haben aber jetzt eine gute Chance gehört zu werden: Es gibt einen öffentlichen Beratungsprozess zu den neuen Gesetzen. In diesem Prozess fordern wir, dass die Hilfe in der Not nicht als Menschenschmuggel behandelt werden darf.

Unterzeichen Sie und fordern mit uns Schutz für die, die Hilfe leisten

https://act.wemove.eu/campaigns/nothilfe-ist-kein-schmuggel

Ein Menschenschmuggler lässt sich dafür bezahlen, dass er Flüchtlinge über Grenzen bringt. Die unzähligen Freiwilligen in Griechenland, hier in Deutschland und anderswo, bieten Flüchtlingen Hilfe und Unterstützung in der Not an. Sie retten Flüchtlinge von sinkenden Schiffen ans sichere Land. Sie helfen dabei, Züge, Fähren und Busse in den Norden zu besteigen. Sie wollen keinen Profit. Sie wollen Leben retten und den Flüchtlingen eine Perspektive in Würde bieten.

Leider müssen wir mit ansehen, wie die meisten Regierungen in Europa solidarische Lösungen blockieren, um eigene Interessen durchzusetzen. Während sie sich streiten, eskaliert die Situation. Tausende Männer, Frauen und Kinder stecken zwischen Griechenland und Mazedonien fest und müssen das Tränengas der Polizei aushalten. Die Verzweiflung und Not ist so groß, dass zwei Flüchtlinge im Zentrum von Athen einen Selbstmordversuch unternommen haben.

Stärken wir den Freiwilligen den Rücken: Unterzeichen Sie!

https://act.wemove.eu/campaigns/nothilfe-ist-kein-schmuggel

Wir wollen zusammen dafür eintreten, dass diejenigen, die viel riskieren und alles dafür geben, anderen zu helfen, vor strafrechtlicher Verfolgung geschützt werden. Wir brauchen die Freiwilligen an den Stränden und Grenzen, nicht hinter Gittern!

Es mag sein, dass unsere Regierungen nicht wissen, welches der richtige Weg ist. Wir wissen, dass Humanität und Würde keine Grenze kennt. Wir wissen, dass Nothilfe keine Strafe verdient.

Hoffungsvolle Grüße

Jörg Rohwedder (Lübeck)
Mika Leandro (Bordeaux)
Olga Vuković (Rom)
Virginia López Calvo (Madrid)
Oliver Modlenhauer (Berlin)

und das gesamte WeMove.EU Team

WeMove.EU ist eine Bürgerbewegung, die sich für ein besseres Europa einsetzt; für eine Europäische Union, die sich sozialer Gerechtigkeit verpflichtet fühlt; die für ökologische Nachhaltigkeit und bürgernahe Demokratie steht. Wir sind Menschen unterschiedlicher Lebensläufe, Kulturen und Religionen, die Europa ihr Zuhause nennen – egal, ob wir in Europa geboren wurden oder anderswo. Wenn Sie sich aus unserem Verteiler austragen möchten, klicken Sie bitte hier.

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ICH  BIN  LUISE

Verschwindet die demokratische Perspektive Europas?

http://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/verschwindet-die-demokratische-perspektive-europas.html

Von: Leslie Franke und Herdolor Lorenz, WerRettetWen-Filmteam

 

Als die süd- und osteuropäischen EU-Staaten die Schließung der Grenze Mazedoniens zu Griechenland beschlossen und die griechische Regierung dagegen protestierte, war die einhellig empörte Antwort von Slowenien bis Estland: Man habe den Griechen schon einmal mit Milliarden geholfen. Und schon damals hätten sie ihre Versprechen nicht gehalten.

Man merkt die aggressive Beleidigtheit. Diese Länder wurden 2010 und 2012 mehr oder weniger dazu gezwungen „dem reicheren Griechenland“ zu helfen. Dies ist von Warschau bis Ljubljana unvergessen. Dass diese Milliarden zweifellos verlorener Kredite gar nicht in Griechenland angekommen sind, sondern nur den Zweck hatten, internationale Banken und Versicherungen zu retten, diese Einsicht scheint bei den Politikern dieser Länder entweder nicht gewünscht oder nicht angekommen zu sein. Sonst wäre diese Aggressivität nicht zu verstehen.

Damals ist man noch Merkel gefolgt.

In den Jahren der Finanzkrise, ja noch bis Ende 2015, war Deutschland das starke Land und Merkel die unbestrittene Führerin der EU. Jetzt ist sie weitgehend isoliert, und das ausgerechnet in einem Moment, wo sie zumindest anfangs die humanistische Tradition Europas hochhielt und bis jetzt wacker die Einheit der EU verteidigt.

Sind die Flüchtlinge schuld?

alles lesen …

http://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/verschwindet-die-demokratische-perspektive-europas.html

Nicht den Mut verlieren – Aufklärung hilft!

Gegen diese Tendenzen hilft nur Aufklärung über die Zusammenhänge, die tatsächlich in Europa zur systematischen Umverteilung von unten nach oben führen. Die neoliberale Konstruktion der EU mit dem allgegenwärtigen und unregulierten Wettbewerb hat die Reichen in all den angeblichen Krisenjahren um ein Fünftel reicher gemacht und uns BürgerInnen im Schnitt ärmer. Kein Flüchtling ist daran schuld. Die Flüchtlingskrise verdeckt nur die wesentlichen Zusammenhänge. Selbst dass sich gegenwärtig eine neue Krise anbahnt, schon wieder Banken wackeln, kommt in den Medien kaum vor.

Helfen Sie mit aufzuklären, diese Verkleisterung der Zusammenhänge zu durchbrechen!

Der Film „Wer Rettet Wen?“ muss noch viel weiter verbreitet werden! Mehre als 700 registrierte Filmveranstaltungen allein in Deutschland sind noch nicht genug!

• Alle, die für den Film gespendet haben, dürfen den Film sowieso aufführen. Kein Forum dafür ist zu klein.

• Besorgen Sie sich eine DVD/Blu-ray oder laden Sie sich den Film herunter

• Oder bitten Sie einfach unseren Verleih, dass er den Film in einem Kino Ihrer Stadt zeigt.

Helfen Sie mit, dass eine demokratische Perspektive Europas nicht völlig verschwindet.

www.wer-rettet-wen.org

Freitag, 04. März 2016

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ICH  BIN  LUISE